Führen nach Corona

In unserer Arbeit sind uns einige Aspekte so häufig und so deutlich begegnet, dass wir sie in “12 Wünsche an Führung” formuliert haben. Wir glauben, dass die Wirksamkeit von Führung – im Sinne der Unternehmen und der Menschen darin – davon spürbar profitiert.

Vorschlag: Lies den Text zunächst aus deiner Perspektive als Mitarbeiter – also mit Blick auf deine eigene Führungskraft. Dann lies ihn erneut, diesmal mit den Augen deiner Mitarbeiter. Wenn diese die hier formulierten Wünsche an dich richten – wie sehr entsprichst du diesen aus deiner heutigen Sicht? Und wie würden deine Mitarbeiterinnen das beurteilen?

  1. Sieh mich – nimm mich als gesamten Menschen und nicht nur als meine professionelle Rolle wahr.
  2. Hör mir einfach mal zu – statt dir während meiner Rede schon eine Antwort zu überlegen. Das macht mich größer und lehrt dich Neues.
  3. Vertraue mir – ich arbeite auch im Home Office diszipliniert und will, dass meine Arbeit funktioniert.
  4. Lass mich machen – ich bin motiviert und möchte mich einbringen. Jedoch nicht, weil du es willst, sondern weil ich es selbst bestimme.
  5. Respektiere meine Würde – behandle mich so, wie ich behandelt werden möchte. Auch dann, wenn du selbst unter Druck stehst.
  6. Fordere meine Leistung – sag klar, was du von mir brauchst. Und hilf mir, wenn ich Schwierigkeiten damit habe, es zu liefern.
  7. Gib mir Halt – wenn ich weiß, wofür die Führung und die Organisation stehen, kann ich mich besser auf Veränderungen einlassen.
  8. Lobe mich nicht nur – vielmehr will ich für das, was ich tue, auf Augenhöhe respektiert und wertgeschätzt werden.
  9. Stärke das Team – ich brauche Zusammenhalt mit den Menschen um mich herum. Hilf uns dabei, diesen zu erhalten und erlebbar zu machen.
  10. Sei Du selbst – auch wenn ich deinen Spagat zwischen deinen Rollenspielen von Macht, dosierter Fürsorge und wirtschaftlichen Zwängen verstehe. Zeig einfach etwas mehr von dir – sei ein Mensch, wir lieben das.
  11. Schaffe Sinn – ich brauche keine Macht, sondern einen sinnvollen Grund für mein Engagement. Warum ist das, was wir tun, wirklich sinnvoll und welchen sinnvollen Beitrag leiste ich dabei?
  12. Lass mich stark und stolz sein – zeige mir, worin ich unschlagbar bin und warum. Hilf mir dabei, meine Kraftquellen zu kennen und stärker nutzen zu können.

Eine Vorschlag zum Weiterdenken: Wenn du beim zweiten Lesen hier und da das Gefühl hattest “Ich bin mir nicht sicher” oder “Da müsste ich meine Leute mal fragen” – lass es nicht liegen. Schreib es auf die Liste der Dinge, die du als erstes erledigen wirst.

Herzliche Grüße,
Kurt Frehe & Klaus Ridderbusch
INMUTO GmbH & Co. KG

PS: Geeignet zum Ansehen, Nachhören und Weiterleiten: Diesen Beitrag gibt es auch auf als YouTube Video und als Episode des Podcasts “Wildwuchs”.