Menschen stehen in einem Netzwerk Workshop für Organisationsentwicklung und Business Coaching.

Häufig begegnen wir Führungskräften, die auf der Suche nach einem guten Weg zwischen
bestehenden hierarchisch geprägten Prozessen und dynamisch-agilen Alternativen für ihre
Organisation sind, getrieben oft von einer diffusen Unsicherheit, wie sie die Benefitss agiler
Strukturen nutzen können, von denen so viel gesprochen wird – jedoch ohne den Anspruch
(und die realistische Chance), auf traditionellen Aufbau und Ablauf zu verzichten. Aus unserer
Sicht ist diese Entweder-oder-Perspektive eher kontraproduktiv. Wir haben Organisationen
gesehen, die vollständig auf agile Strukturen umgestellt haben und nach zwei oder drei Jahren
in traditionelle Muster zurück gingen. Sie haben sich zu viel vorgenommen und versprochen –
doch weder die hohe Ambition noch die Erwartung an die Effekte traten ein.

Dennoch ist das Bestreben nach neuen, wirksameren Modellen der Zusammenarbeit absolut
entscheidend, um zukünftigen Herausforderungen kraftvoll begegnen zu können.
Verantwortliche Führungskräfte wissen natürlich, dass traditionelle Strukturen und Prozesse nur
noch eingeschränkt wirksam auf Markt und Umwelt reagieren können. In unseren Projekten
konzentrieren wir uns daher auf „sowohl-als-auch“ statt auf „entweder-oder“. Führungskräfte
und Mitarbeiter, aber auch Kunden und Stakeholder der Organisation, lernen so neue
Handlungsmuster, ohne die Stabilität (und oft wirtschaftliche Notwendigkeit) der bisherigen
aufgeben zu müssen.

Netzwerk“ ist ein vertrauter Begriff für agile Strukturen. Im Unterschied zu bekannten
Netzwerken, z.B. Projektgruppen oder Task Forces, werden diese nicht von der Führung
„eingesetzt“, sondern entstehen durch eigenmotiviertes, freiwilliges Handeln von Menschen,
die eine gemeinsame Leidenschaft für ein Thema teilen. Dazu müssen Führungskräfte einladen
statt aufzufordern, Handlungsraum anbieten, statt vorzufertigen. Sie müssen Inhalte entstehen
lassen, statt sie zu definieren – neugierig auf Ergebnisse sein, statt sie im eigenen Zielkorridor zu
erwarten.

Das Kernprinzip der Agilität ist „Loslassen“. Unsere Projekte beginnen daher stets mit
Führungsworkshops, in denen wir nicht nur die faktische Intention, sondern vor allem die
wirkliche Bereitschaft (und manchmal Fähigkeit) der Führungskräfte bearbeiten, sich auf neue
Arbeitsmodelle einzulassen. Ist beides stabil vorhanden, bietet unser Ansatz einen sicheren
Weg in neue, kraftvolle Formen der Zusammenarbeit in der Organisation.

 

„Netzwerke verbinden“ ist einer von vier Arbeitsschwerpunkten von INMUTO. Weitere sind: